Warum Digitalisierung und KI die kommunalen Kassen kurzfristig nicht retten

[Essay] An ausgewählten Ortseingängen in Ostwestfalen-Lippe flattert seit heute Morgen ein schwarz-gelbes Band. Es ist dieselbe Sorte Absperrband, mit der sonst ein Tatort gesichert wird oder eine Gefahrenstelle. Dieses Mal markiert es etwas Abstrakteres, aber kaum weniger Reales: den finanziellen Notstand der Kommunen. „Kommunen am Limit“ steht darauf, und das Bild ist gut gewählt, denn es stimmt. Die Gemeinden in Deutschland haben das Jahr 2025 mit einem Finanzierungsdefizit von 31,9 Milliarden Euro abgeschlossen – dem höchsten seit der Wiedervereinigung. Wer in einer solchen Lage steht, greift nach jedem Strohhalm. Und ein Halm sieht im Moment besonders verlockend aus. Er heißt Digitalisierung. Genauer: Künstliche Intelligenz. Die Erzählung dazu ist eingängig und wird auf Kongressbühnen, in Sonntagsreden und Förderbescheiden seit Jahren wiederholt: Wenn die Verwaltung nur endlich digital werde, wenn Software und Algorithmen die Aktenberge ablösten, dann ließen sich Stellen...

Warum Künstliche Intelligenz in der Verwaltung kein Allheilmittel ist – und warum es auf Veränderung der Organisation ankommt

Die aktuellen Erfolge von KI‐Systemen wecken bei vielen Kommunalverwaltungen hohe Erwartungen: Sprachassistenten beantworten Fragen rund um die Uhr, Algorithmen identifizieren Förderbetrug, Chatbots entlasten Servicecenter. Einige der jüngsten Beispiele aus meinem Feedly‐Stream zeigen diese Dynamik: In mehreren deutschen Kommunen sollen Voicebots am Bürgertelefon für schnellere Antworten sorgen. Laut Kommune21 werden sie jedoch nur dann wirksam, wenn Zuständigkeiten, Schnittstellen zu Fachverfahren und der Datenschutz im Vorfeld geklärt sind (kommune21.de). Ein anderes Projekt, über das Kommune21 berichtet, widmet sich der Standardisierung der Anbindung von Fachverfahren an Dokumentenmanagementsysteme – ein eher unscheinbares Thema, das aber die Grundlage für skalierbare Digitalisierungsprojekte bildet. In Potsdam setzen Stadt und Stadtwerke eine urbane Datenplattform ein, die kontinuierlich weiterentwickelt wird. Solche Plattformen ermöglichen datenbasierte Entscheidungen und...

Call for Participation: Exzellente Berufsbildung: Potenziale, Konzepte und Praktiken

Download des CfP (PDF) Die Abschlusskonferenz "Bildungsbrücken OWL" am 7. September 2024 widmet sich der Vorstellung und Diskussion innovativer Praktiken in der beruflichen Bildung. Ziel ist es, zu erörtern, wie Anpassungen aus akademischen und privatwirtschaftlichen Kontexten die Berufsbildung bereichern können. Die Konferenz lädt Beiträge zu drei zentralen Fragestellungen ein: Was benötigt und beeinflusst exzellente berufliche Bildung?Hier geht es darum, die Faktoren zu identifizieren, die eine hochwertige Berufsausbildung ausmachen und wie diese optimiert werden können. Wie können Ideen und Konzepte zwischen den Bildungssektoren adaptiert werden?Dieser Punkt beleuchtet die Bedeutung verschiedener Akteure im Bildungssystem und wie deren Zusammenarbeit die Entwicklung neuer Ansätze fördern kann. Wie können Lehrmethoden aus der akademischen Bildung und Technologien aus der Privatwirtschaft für die berufliche Ausbildung adaptiert werden? Hierbei sollen konkrete Beispiele aufzeigen,...

Green Readiness for Occupational Workforce (GROW)

Celebrating collaboration and innovation in VET I am delighted to share with you an exciting development in our journey to integrate sustainability into vocational education. We have recently submitted a project proposal to the European Union which, if selected for funding, promises to revolutionise the way green skills are taught and learned in the vocational sector. A collective effort This project, called Green Readiness for Occupational Workforce (GROW), is a collaborative effort that brings together a consortium of committed partners. I would like to express my sincere gratitude to Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Germany) - our lead applicant organisation Stiftung Bildung & Handwerk (Germany) Austrian Vocational Training and Rehabilitation Centre - BBRZ  (Austria) Keski-Pohjanmaan koulutusyhtymä (Finland) FOR.MA. Azienda speciale della provincia di Mantova (Italy) Each partner brings a wealth of experience and expertise to the table, and it is this synergy that fuels...

European Synergy for Green Chemical Training (ENSYGCT)

A new chapter in vocational education - our EU project proposal It is with great pleasure and pride that I share with you a special project that we have recently submitted for European Union funding. Entitled “European Synergy for Green Chemical Training” (ENSYGCT), this project aims to integrate sustainable practices and green chemistry principles into vocational training in the chemical industry. Our aim is to prepare a new generation of professionals for the challenges and opportunities of a sustainable economy. A warm thank you to our project partners Before going into more detail about the project's objectives and desired impact, I would like to express my deepest gratitude to all the partners and institutions involved. Without their expertise, commitment and collaborative spirit, this endeavour would not have been possible. Special thanks to: Stiftung Bildung & Handwerk (Germany) as lead applicant organisation Koulutuskuntayhtymä Brahe (Finland) Centro integrado de formación...